Im „Zielabweichungsentscheid und Raumordnerische Beurteilung“ des Ministeriums für Inneres und Sport heißt es:

 

 Die Zählungen der Interessengemeinschaft können von der Landesplanung nicht nachvollzogen werden, da die Erhebung nicht einheitlich ist.“

 

Das wiederum können wir (die IGEE) nicht nachvollziehen.

 

Von der Interessengemeinschaft Erfweiler-Ehlingen wurden per Strichliste (nach bestem Wissen und Gewissen) mehrere Tages-Zählungen von den frühen Morgenstunden bis Spätnachmittags durchgeführt

 

Es wurden folgende Fahrzeuge erfasst:

 

·        Fahrräder

·        Motorräder/Motorroller

·        PKW mit/ohne Anhänger, Kleinbusse, Krankenwagen

·        Kraftomnibusse

·        Kleinlaster bis 3,5 t zul. Gesamtgewicht

·        Lastwagen über 3,5 t zul. Gesamtgewicht ohne Anhänger

·        Lastzüge, Sattelkraftfahrzeuge mit über  3,5t zul. Gesamtgewicht

 

Lastzüge und Sattelkraftfahrzeuge (über 3,5 t) die eindeutig dem Steinbruch zugeordnet werden konnten, wurden separat notiert.  

 

Verwendet wurden dabei Vordrucke ähnlich oder gleich denen, wie sie bei Verkehrszählungen üblicherweise verwendet werden.

 

Somit entsprechen unserer Auffassung nach die von uns durchgeführten Zählungen durchaus den standardisierten Straßenverkehrszählungen, die sonst erhoben werden.

 

Zu welchem Ergebnis würde wohl das MWAEV wohl kommen, würden unsere Zähllisten des Verkehrs durch Erfweiler-Ehlingen als Auswertungsgrundlage herangezogen?

 

Von der Landesplanung zitierte DTV auf der L.II.O 231:

Verkehrsmengenkarte

KFZ

Schwerverkehr

ü. 3,5 t

Anteil Schwerverkehr

 in %

 

2000

2278

124

5,4

 

              2005     2360

90

3,8

 

2010

2196

104

4,7

 

 

Die Tatsache, dass pro Jahr/pro Saison 100.000 m³ Kalkschotter abtransportiert werden und dafür im Schnitt täglich ca. 116 LKW-Fahrten (mit Verfüllfahrten) allein von und zum Kalktagebau notwendig sind (der „normale“ Schwerverkehr auf der L 231 kommt noch hinzu), beweist, dass der Schwerverkehrsanteil insgesamt nicht rückläufig sein kann, sondern angestiegen ist.

 

Die von der Landesplanung zitierten Verkehrsmengenkarten aus den Jahren 2000 und 2005 beinhalten noch keinen den Kalktagebau betreffenden Schwerlastverkehr, da zu dieser Zeit der Steinbruch nicht betrieben wurde.

 

Im Jahr 2010 war der jetzige Kalktagebau erst in der Entstehung, so dass auch die Verkehrsmengenkarte von 2010 hier noch keinen Steinbruchspezifischen Schwerverkehr darstellt.

 

Daher können die zitierten Verkehrsmengenkarten lediglich über den zu diesem  Zeitpunkt stattfindenden „normalen Schwerverkehr“ etwas aussagen

 

Geht man also davon aus, dass diese Verkehrsmengenkarten noch keinen Steinbruchverkehr beinhalten und fügt man die prognostizierte Anzahl LKW-Fahrten ein, kommt man zu folgendem Ergebnis:

 

Verkehrs-

Mengen

karte

KFZ

Schwer-

verkehr

ü. 3,5 t

Nur Steinbruch-Verkehr

Gesamt

Schwer-

verkehr

Anteil Schwerverkehr

 in % ohne Steinbruch

verkehr

Anteil

Schwer-verkehr

 in % mit Steinbruch

verkehr

2000

2278

124

 

 

5,4

 

2005

2360

90

 

 

3,8

 

2010

2196

104

116

220

4,7

10,01

 

Zu der zitierten anlassbezogenen Verkehrszählung von 2013 fehlen wichtige Details wie Zählort, Zeitraum, Datum und Uhrzeit.

In dem Zusammenhang stellt sich die Frage, wann, wie und wo genau diese Zählung stattgefunden hat.

 

Erfahrungsgemäß führen z.B. angekündigte oder im Rundfunk gemeldete Geschwindigkeitskontrollen dazu, dass Verkehrsteilnehmer angepasst fahren.

 

Es kann daher nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden, dass auch eine Verkehrsmengenzählung, sofern sie für jeden erkennbar durchgeführt wird oder sie vorher bekannt ist, von jemandem, der ein Interesse daran hat, entsprechend beeinflusst und dadurch verfälscht werden kann, indem z.B. LKW-Fahrten absichtlich reduziert oder ausgelassen werden.

 

Nur eine Zählung, die für Dritte nicht erkennbar und unangekündigt (sozusagen verdeckt)  durchgeführt wird, kann ein unverfälschtes brauchbares Ergebnis bringen.

 

Deshalb dürfen zumindest Zweifel an der von der Landesplanung zitierten anlassbezogenen Zählung von 2013 geäußert werden.

 

Auch die noch nicht veröffentlichte Verkehrsmengenzählung von 2015 könnte daher durchaus ein fragwürdiges Ergebnis zu Tage bringen.

 

 

 

In den Unterlagen zur beantragten Erweiterung des Kalktagebaus werden für den Abtransport von jährlich 100.000 cbm Kalkschotter lediglich 26 LKW-Fahrten pro Tag angegeben,

was völlig unrealistisch ist.

 

 

„Schöngerechnet“ oder falsch gerechnet?

 

 

Rechnen Sie mit…:

 

 

 

Für den Abtransport des Kalkschotters werden meist folgende Fahrzeuge verwendet:

 

 

Sattelzug (Dreiseitenkipper)
Nutzlast: 25,2 t. / Leergewicht: 14,8 t. / Gesamtgewicht: 40,0 t.
Gesamtlänge: 12,25 m / Fahrzeugbreite: 2,5 m / Fahrzeughöhe: 3,35 m

 

 

LKW-Zug (offen mit Hänger)
Nutzlast: 23,9 t. / Leergewicht: 16,1 t. / Gesamtgewicht: 40,0 t.
Gesamtlänge: 14,2 m / Fahrzeugbreite: 2,5 m / Fahrzeughöhe: 3,2 m

 

 

LKW 3-Achser
Nutzlast: 14,4 t. / Leergewicht: 11,6 t. / Gesamtgewicht: 26,0 t.
Gesamtlänge: 7,5 m / Fahrzeugbreite: 2,5 m / Fahrzeughöhe: 3,2 m

 

 

Wenn 100.000 cbm Kalkschotter per Sattelzug (Dreiseitenkipper) mit einer Nutzlast von 25 t Ladekapazität abtransportiert werden, dann kommt man zu folgendem Ergebnis:

 

 

25 Tonnen Kalkschotter entsprechen etwa 14 cbm Volumen.

 

 

100.000 cbm verteilen sich also auf  rund 7143 Sattelschlepper

= 7143 Fahrten.

 

 

Die Zahl verdoppelt sich, weil genauso viele Leerfahrten anfallen.

 

 

Also 14286 LKW-Fahrten pro Jahr – sprich pro Saison.

 

 

 

Der Betreiber gibt an, dass an 220 Arbeitstagen im Jahr gefahren wird. Zieht man von diesen 220 Tagen die Wintermonate ab, an denen Witterungs- und Jahreszeitbedingt kein Steinbruchbetrieb oder keine Bauarbeiten erfolgen, so sind es etwa noch 160 Arbeitstage, auf die sich der Verkehr verteilt.

 

 

Somit kommt man auf runde 90 LKW-Fahrten pro Tag.

 

 

Da auch 3-Achser-LKW mit 14 Tonnen Nutzlast (= 8 cbm Kalkschotter) eingesetzt werden, erhöht sich die Zahl entsprechend.

 

 

Beispiel:

 

 

65.000 cbm per Sattelzug  (je 14cbm)        = 9285 Fahrten incl. Leerfahrt

 

35.000 cbm per 3-Achser LKW (je 8 cbm)  = 8750 Fahrten incl. Leerfahrt

 

 

Gesamtfahrten: 18035 pro Jahr = bzw. pro Saison

 

 

Verteilt auf 160 Tage = 113 LKW-Fahrten pro Tag

 

 


In den Unterlagen zur beantragten Erweiterung des Kalktagebaus werden für den Abtransport von 100.000 cbm (18 cbm pro Fahrt) Kalkschotter lediglich 26 LKW-Fahrten pro Tag angegeben, was völlig unrealistisch ist.

 

18 cbm Kalkschotter haben ein Gewicht von ca. 33 Tonnen. Kein LKW kann dieses Volumen mit diesem Gewicht transportieren.

 

Unverständlicherweise geht auch die Landesplanung des Ministeriums für Inneres und Sport in ihrem Zielabweichungsbescheid und Raumordnerischen Beurteilung von diesen unkorrekten und unrealistischen Zahlen aus.

 

Immerhin hat man dort aber die erforderlichen Leer-Fahrten einbezogen und kommt mit Verfüll-Fahrten auf 55 Fahrten pro Tag (verteilt auf 220 Arbeitstage). Dennoch bleibt die Berechnung falsch.

 

 

 

 

Schriftliche Stellungnahmen im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung zum Zielabweichungs- und Raumordnungsverfahren mit Umweltverträglichkeitsprüfung zur „Erweiterung des Kalksteinbruchs in Gersheim-Rubenheim“

 

Über 610 Widerspruchsschreiben (Stand Sonntag 10.04.2016) sind gegen das Vorhaben, den Kalksteintagebau auf über 37 ha zu erweitern, im Rathaus der Gemeinde Mandelbachtal abgegeben worden. Sie stammen zu etwa 85% überwiegend aus Erfweiler-Ehlingen, der Rest aus den Nachbarorten Wittersheim und Bebelsheim. Dazu kommen, wie uns mitgeteilt wurde, ca. 250 Schreiben aus Wolfersheim und Umgebung sowie weitere Widerspruchsschreiben u. a. aus Bliesdalheim, Herbitzheim und Rubenheim, die jeweils in Blieskastel oder in Gersheim abgegeben wurden.

 

 

Die Unterschriften-Aktion der Interessengemeinschaft  Erfweiler-Ehlingen

470 Einwohner gegen die Erweiterung

 

 

Die Interessengemeinschaft Erfweiler-Ehlingen hat  ab August 2013 bis Mitte 2014 ca. 470 Unterschriften gesammelt. Die Kopien der Listen wurden 2014 dem Ortsrat ausgehändigt. Die Originale verwahrt die Interessengemeinschaft. Ein sehr großer Anteil der Einwohner von Erfweiler-Ehlingen und nahezu alle, die an der Rubenheimerstraße (Ortsdurchfahrtsstraße) wohnen, haben sich so gegen eine Erweiterung des Tagebaus ausgesprochen.

 

 

 

Schwerlastverkehr seit Inbetriebnahme des Tagebaus

 

30- und 40-Tonner mit  4 und 5 Achsen fahren hier erst seitdem der Steinbruch als Tagebau betrieben wird. Eigene Zählungen haben ergeben, dass der Steinbruchverkehr schon jetzt schon mehr als die Hälfte des gesamten Schwerlastverkehrs in der Ortsdurchfahrt ausmacht. Oftmals durchgehend von morgens 6:00Uhr bis mindestens nachmittags 16:00 Uhr.

 

Die Behörden bestreiten das und behaupten, der Schwerlastverkehr habe nicht zugenommen. Wie und womit aber wurden dann die 600.00 cbm Kalksteine und das Verfüllmaterial ab- und antransportiert bzw. wie und womit werden bei einer Erweiterung die 1,6 Millionen Kubikmeter befördert?

 

Der Tagebaubetreiber hat eine Betriebserlaubnis von 6:00 Uhr bis 22:00 Uhr, sowie an Samstagen. Werden wir also in Zukunft den LKW-Verkehr unter der Woche bis in die späten Abendstunden und auch noch an Samstagen ertragen müssen?Werden 150 Durchfahrten von Schwerlast-LKW an Spitzentagen durch Erfweiler-Ehlingen dann zur Normalität? Jedenfalls stellt dies eine nicht hinnehmbare Belastung der Bürger der Gemeinde Erfweiler-Ehlingen, sowie der angrenzenden Gemeinden dar. Bereits jetzt ist eine massive Schädigung der L231 ersichtlich.

 

 

Sicherheit innerhalb der Ortschaft

 

Kurvenreiche Steigungs- und Gefällstrecke in der Ortsdurchfahrt

(daher schon Tempo 30);

Unübersichtliche Grundstücks- und Garagenausfahrten; Bürgersteige mit Engstellen (60cm); Auf den Bürgersteigen fühlt man sich bei LKW-Begegnungsverkehr als Fußgänger unsicher und bedroht. Oft fallen aufgrund mangelnder Ladesicherung Brocken von Golfball- bis Faustgröße auf die Straße. Diese stellen eine erhebliche Verkehrsgefährdung dar.

 

 

Sicherheit außerhalb der Ortschaften /  Schwerpunkt L231

 

Die einzige Zufahrt zum Kalksteintagebau befindet sich an der Landstraße L 231. Diese Landstraße ist und bleibt die am stärksten von den schweren Fahrzeugen befahrene Straße, denn eine andere Möglichkeit gibt es nicht. Sie hat auch nicht die für Landstraßen übliche Breite, was dazu führt, dass die Bankette von den LKW überfahren wird,  z. B.  in den Kurven bis zu einem Meter. Ständig müssen durch das LfS Ausbesserungsarbeiten vorgenommen werden.

 

Die Kosten gehen zu Lasten des Steuerzahlers. Ohne also die Bankette zu überfahren, kommen LKW und/oder Busse nicht aneinander vorbei. Bei dem gefährlichen Begegnungsverkehr, gerade in den engen Kurven, ist es schon zu einigen Vorfällen mit Schulbussen gekommen.

 

55 Durchfahrten von Schul- und Linienbussen am Tag haben wir zwischen 6:30 und 17:30 in der Ortsdurchfahrt gezählt, die auf der L231 den 30- und 40-Tonnern begegnen. Wir wissen laut Aussagen von Schülern, dass ein Bus bei der Begegnung mit einem LKW meistens stehenbleiben muss, damit die LKW sich vorbei manövrieren können. Übrigens wird auch eine eventuelle komplette Sanierung dieser Landstraße am Schwerlastverkehrsaufkommen nichts verändern.

 

 

Gesundheitsrisiken

 

Die Einwohner leiden unter dem Lärm, Dreck, Staub, Feinstaub, Abgasen, was eine physische und psychische Belastung bedeutet.

 

Auf den Gefällstrecken bremsen die voll beladenen LKW, wodurch die Feinstaubbelastung durch Bremsabrieb erheblich größer ist, als normal, sowie Kalkstaub, der von den Ladeflächen herunterweht. Berufstätige, die an der Ortsdurchfahrtsstraße wohnen, im Schichtbetrieb arbeiten und tagsüber ihren Erholungsschlaf brauchen, werden im Sommer bei geöffnetem Fenster keine Ruhe finden.

 

 

Wohneigentum

 

Wertverlust, der bei Vermietung (auch Ferienwohnungen) und Verkauf von Immobilien und Wohneigentum entsteht. Die von vielen Bürgerinnen und Bürgern für die Altersversorgung vorgesehenen Häuser und Anwesen verlieren an Wert. Leerstände an der Ortsdurchfahrt sind zu befürchten. Die Wertminderung von Wohn- und Grundeigentum in Folge einer Steinbrucherweiterung  und dem dadurch verursachten Schwerlastverkehr, nicht nur in Erfweiler-Ehlingen, ist somit vorprogrammiert.

 

 

Nebenerwerb durch das Vermieten von Ferienwohnungen

 

Besitzer von Ferienwohnungen haben jetzt schon Probleme mit der Vermietung. Statt von Touristen, werden sie meist von Montagearbeitern gebucht. Wenn Erfweiler-Ehlingen und die Region für Urlauber und Touristen wegen des starken Schwerlastverkehrs und des Kalksteintagebaus uninteressant wird, fällt der Nebenerwerb mit Ferienwohnungen, in die die Eigentümer viel Geld investiert haben, vermutlich irgendwann weg. Auch der Anreiz für Hausbesitzer, Ferienwohnungen einzurichten und zur Verfügung zu stellen, ist nicht mehr gegeben.

 

Fakten...

  •  Der Betreiber hat die Genehmigung 600.000m³ Kalkgestein am Hanickel in Rubenheim abzubauen.

 

  •  Diese Gesteinsmengen werden über die L 231 abtransportiert.

 

  • Da die Grube teilweise wieder verfüllt werden muss, wird auch das dafür notwendige Verfüllmaterial über die L 231 angefahren.

 

  • Der Steinbruchbetreiber benötigt dafür laut eigenen Angaben 7 Jahre.

 

  • Wenn die beantragte Genehmigung erteilt wird, kommen noch mindestens 1.600.000 Kubikmeter (1,6 Millionen) dazu.

 

  • Dann werden insgesamt 2.200.000 Kubikmeter (2,2 Millionen) abgebaut und abtransportiert.

 

  • Auch dieser Abtransport erfolgt über die L 231.

 

  • Ebenso wird das dafür benötige Verfüllmaterial wieder über die L 231 angefahren.

 

  • Dies wird laut Betreiber ca. 25 Jahre dauern.

 

  • Das wiederum bedeutet für die Anwohner der betroffenen Strasse:

 

  • 25 Jahre lang Lärm, Dreck, Staub durch den Pendelverkehr der 30- und 40-Tonner-Schwerlast-LKW von und zum Kalksteinbruch/Tagebau.

 

PS.

Die L 231 ist die Verbindungstraße zwischen Erfweiler-Ehlingen und Rubenheim und ist der kürzeste Weg zur B 423. (Anschluss Ehlinger Dell)

 

Aus den Unterlagen zum Erörterungstermin (Scoping-Papier):

Schutzgut "Mensch"

Nachfolgend sind die Auswirkungen auf den Menschen beschrieben.

 

So steht es jedenfalls in den Unterlagen zum Erörterungstermin (Scoping-Papier)

für das  Zielabweichungs- und Raumordnungsverfahren mit Umweltverträglichkeitsuntersuchung, welche der Steinbruchbetreiber in Auftrag gegeben hat, um die Genehmigung zur Erweiterung des Tagebau´s auf die

Abbaumenge von 2.400.000 m³ (2,4 Millionen Kubikmeter) zu erhalten.

 

Auf den Seiten 17/18 Punkt 5.6. steht:

Wir zitieren:

 

Schutzgut:

Mensch

 

Indikatoren:

Wohn- und Wohnumfeldnutzung, Freizeit– und Erholungsnutzung, Realnutzung, Verkehr

 

Beschreibung der zu Erwartenden Auswirkungen:

Keine erhöhten Auswirkungen, da Steinbrüche mit den damit verbundenen Beeinträchtigungen (LKW-Verkehr) bereits seit Jahrzehnten in diesem Bereich betrieben werden.

 

Zitat Ende.

 

 

Hierbei wird vom Planverfasser nicht berücksichtigt, dass sich die Auswirkungen und Beeinträchtigungen (LKW-Verkehr), seit der Steinbruch als Tagebau betrieben wird und der Betreiber die Genehmigung hat, 600.000 Kubikmeter Kalkgestein abzubauen, bereits immens erhöht haben.

 

Es gab in dieser Gegend früher zwar kleine Steinbrüche, aber niemals einen Steinbruch von diesen Ausmaßen.

 

Wie kann man dann der Auffassung sein, dass bei einem Kalksteinbruch/Tagebau in diesen Dimensionen und Abbaumengen sich die Auswirkungen in Bezug auf LKW-Verkehr nicht erhöhen würden? Niemals in der Geschichte des Steinbruches wurden 30- und 40-Tonner-Schwerlast-LKW  und Muldenkipper (vier- und fünfachsig) zum Abtransport und/oder zur Anfahrt von Verfüllmaterial eingesetzt.

 

Erst seit der 1. Genehmigung und der Wieder-Inbetriebnahme des Steinbruchs durch den jetzigen Betreiber ist dies der Fall.

 

Wie stellt man sich den Abtransport von 600.000 m³ bzw. von 2,4 Millionen Kubikmeter Kalkgestein vor, ohne die Anwohner der Ortschaften zu belasten?

 

Wer hat geprüft, ob die  L 231 (gebaut ca. 1877) für diese Belastungen von Schwerlast-LKW überhaupt geeignet ist? Bereits jetzt sind Schäden an der Straße festzustellen, die durch das Überfahren der Bankette verursacht werden.

 

 

Zum vorgesehenen Untersuchungsraum unter Punkt 5.7. heißt es (wir zitieren):

 

Auf der Grundlage der zu  erwartenden Auswirkungen des Vorhabens und der vorhandenen Untersuchungen soll der Untersuchungsraum für die einzelnen Schutzgüter nachfolgend vorgeschlagen werden. Die Abgrenzung des Untersuchungsraumes erfolgt dabei unter Berücksichtigung der verkehrlichen und naturräumlichen Situation sowie raumordnerischer Gesichtspunkte mit dem Ziel, alle vom Projekt ausgehenden Auswirkungen auf die Umwelt zu erfassen und bewerten zu können.

 

Schutzgut:

Mensch

 

mögliche Auswirkungen:

Wohnumfeld, Freizeit, Erholung, Emissionen, (Lärm, Staub, Erschütterungen, Verkehr)

 

Vorgesehener Untersuchungsraum:

Abbaufeld bis zur nächsten Wohnbebauung, ca. 500m.

 

Zitat Ende.

 

Warum begrenzt der Planverfasser den vorgesehenen Untersuchungsraum auf einen Umkreis von nur 500m?

 

Warum werden die Menschen, die außerhalb des Umkreises von 500m wohnen, überhaupt nicht berücksichtigt?

 

Ist der Planverfasser der Ansicht, dass kein Verkehr außerhalb des Abbaufeldes stattfindet?

 

Werden hier wirklich alle vom Projekt ausgehenden Auswirkungen auf die Umwelt erfasst und bewertet?

 

 

 

Sprüche und Zitate

Wenn irgendwo zwischen zwei Mächten ein noch so harmlos aussehender Pakt geschlossen wird, muss man sich sofort fragen, wer hier umgebracht werden soll.

 

Otto Eduard Leopold Fürst von Bismarck

(1815 - 1898), preußisch-deutscher Staatsmann und 1. Reichskanzler

In der Politik brauchen wir wirklich Männer mit Wissen, Erfahrung und auch noch genug Charakter, um Versuchungen zu widerstehen.

 

Calvin Coolidge

(1872 - 1933), US-amerikanischer republikanischer Politiker, 30. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika

 

Es gibt zwei Arten von Menschen:

Solche, die Bananenschalen auf den Boden werfen,

und solche, die sie aufheben.

 

NN

 
Wer sein Recht nicht wahret, gibt es auf.
 

Ernst Raupach

Es wird niemals so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd.

 

Otto Eduard Leopold Fürst von Bismarck

(1815 - 1898), preußisch-deutscher Staatsmann und 1. Reichskanzler